Der Dividenden-Kalender von SeasonAlpha zeigt für jeden Ticker die anstehenden und historischen Ex-Dividenden-Termine sowie das typische Kursverhalten rund um diesen Stichtag. Oben siehst du das nächste Ex-Date mit der verbleibenden Anzahl Tage und dem Ausschüttungsbetrag je Anteil. Darunter analysiert ein Event-Fenster den durchschnittlichen Kursverlauf in den Handelstagen vor und nach dem Ex-Tag, gemittelt über alle vergangenen Dividendentermine. Ergänzt wird das durch eine Dividenden-Saison-Ansicht (Verteilung der Ex-Dates über die zwölf Kalendermonate) und eine vollständige Dividendenhistorie als Tabelle.
So liest du die Termine: Das Ex-Date (im Chart als t0 markiert) ist der erste Tag, an dem die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird. Wer erst ab diesem Tag kauft, bekommt die laufende Ausschüttung nicht mehr. Das Event-Fenster wird auf den Schlusskurs am Ex-Tag normiert (t0 = 0 %), sodass du den Pre-Ex-Drift (die oft leicht positive Tendenz davor), den Kursabschlag am Ex-Tag und die anschließende Erholung direkt ablesen kannst. Über die Schieberegler in der Seitenleiste stellst du das Fenster ein — etwa fünf Handelstage vor und zehn nach dem Ex-Termin. Kennzahlen wie Win-Rate, durchschnittliche Fenster-Rendite und Zahlungsfrequenz fassen das Muster zusammen.
Zur Methodik: Die Ex-Dividenden-Termine und -beträge stammen aus der dividend_events-Tabelle der SeasonAlpha-Datenbank (Quelle: Yahoo Finance), die Kursdaten aus der täglich aktualisierten Supabase-Datenbank. Hinter dem Kursabschlag steht die Ex-Dividenden-Mechanik: Da das Unternehmen mit der Ausschüttung Kapital abgibt, reduziert die Börse den Kurs am Ex-Tag rechnerisch um annähernd die Dividendenhöhe — in effizienten Märkten ist der Wert mit und ohne Dividende für den Anleger gleich. SeasonAlpha mittelt alle vollständigen historischen Event-Fenster (normiert auf t0); Termine zu nah am Datenbeginn oder -ende werden ausgeschlossen, damit das Fenster immer dieselbe Länge hat.
Zur Einordnung und zu den Grenzen: Der Dividenden-Kalender ist ein deskriptives Analyse-Werkzeug, keine Anlageberatung und keine Prognose künftiger Ausschüttungen. Anstehende Termine sind Schätzungen auf Basis bisheriger Zahlungsmuster und können von Unternehmen verschoben, gekürzt oder gestrichen werden. Die Dividend-Capture-Idee — kurz vor dem Ex-Date kaufen, danach verkaufen — klingt verlockend, doch der Kursabschlag am Ex-Tag neutralisiert die Ausschüttung weitgehend; Transaktionskosten und Steuern können den Effekt zusätzlich aufzehren. Nutze die Termine und Muster als zusätzlichen Kontext, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Vergangene Muster garantieren keine künftigen Ergebnisse.
Häufige Fragen
Was ist der Ex-Dividenden-Termin? Der Ex-Dividenden-Termin (Ex-Date) ist der erste Handelstag, an dem eine Aktie ohne Anspruch auf die nächste Dividende notiert. Wer den Wert ab diesem Tag kauft, erhält die laufende Ausschüttung nicht mehr. Deshalb wird der Kurs am Ex-Tag rechnerisch um etwa die Dividendenhöhe abgeschlagen. Im Dividenden-Kalender markiert t0 genau diesen Ex-Termin.
Woher stammen die Dividendentermine im Kalender? Die Ex-Dividenden-Termine und -beträge stammen aus der dividend_events-Tabelle der SeasonAlpha-Datenbank (Quelle: Yahoo Finance), die Kursdaten aus der täglich aktualisierten Supabase-Datenbank. Pro Ticker werden alle historischen Ex-Dates sowie das nächste anstehende Ex-Date mit Restlaufzeit in Tagen und Betrag je Anteil angezeigt.
Kann man mit der Dividend-Capture-Strategie sicher Geld verdienen? Nein. Dividend Capture kauft kurz vor dem Ex-Date und verkauft danach, um die Ausschüttung mitzunehmen. Da der Kurs am Ex-Tag aber annähernd um die Dividende fällt, hebt sich der Effekt in effizienten Märkten weitgehend auf. Hinzu kommen Transaktionskosten und Steuern. Der Dividenden-Kalender zeigt das durchschnittliche historische Verhalten deskriptiv und ist keine Anlageberatung.