Der Earnings-Kalender von SeasonAlpha zeigt die anstehenden und vergangenen Quartalsbericht-Termine einer Aktie und stellt sie in ihren saisonalen Kurs-Kontext. Im Zentrum steht das sogenannte Report-Date — der Tag, an dem ein Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlicht. Für jeden Termin listet das Tool, soweit die Datenquelle es liefert, das tatsächlich berichtete Ergebnis je Aktie (EPS actual), die zuvor erwartete Analystenschätzung (EPS estimate) sowie die prozentuale Abweichung (Surprise). So erkennst du auf einen Blick, wann eine Aktie berichtet hat, ob sie die Erwartungen übertroffen oder verfehlt hat und wie sich der Kurs rund um den Termin bewegt hat. Earnings-Termine zählen zu den wichtigsten wiederkehrenden Ereignissen im Börsenjahr, weil sie regelmäßig — meist viermal jährlich — auftreten und überdurchschnittlich starke Kursreaktionen auslösen können.
Die Termine liest du als Zeitleiste je Ticker: Jede Zeile in der Earnings-Historie steht für einen Quartalsbericht, sortiert vom jüngsten zum ältesten. Ein Beat bedeutet, dass das berichtete EPS über der Schätzung lag, ein Miss entsprechend darunter. Daneben siehst du den Earnings-Move — die Kursbewegung von einem Handelstag vor bis einen Handelstag nach dem Bericht — sowie die Rendite über das gesamte gewählte Event-Fenster. Wichtig: Berichtet ein Unternehmen nach Börsenschluss (After-Market), spiegelt sich die Reaktion typischerweise erst im Kurs des nächsten Handelstages wider. Über die Seitenleiste lassen sich das Fenster vor und nach dem Termin sowie der betrachtete Zeitraum frei einstellen, um die Termine in unterschiedlicher Auflösung zu betrachten.
Methodisch stammen die Earnings-Termine und EPS-Daten aus den historischen Quartalsergebnissen von Yahoo Finance, während die zugrunde liegenden Kursdaten aus der SeasonAlpha-Datenbank kommen. Alle Event-Fenster werden auf den Schlusskurs am Earnings-Tag (t0) normiert, sodass positive Werte einen Kurs oberhalb des Earnings-Schlusskurses bedeuten — entsprechend der durchgängigen SeasonAlpha-Methodik normierter Renditen statt absoluter Preisänderungen. Ein wiederkehrendes Muster ist die erhöhte Volatilität rund um Earnings: Vor dem Termin steigt die Schwankungsbreite durch Unsicherheit, nach der Bekanntgabe fällt sie häufig wieder ab (Vola-Crush). Das Tool misst dies als durchschnittlichen absoluten Tagesertrag je Handelstag im Fenster und weist die realisierte Volatilität vor und nach dem Termin getrennt aus.
Bei der Einordnung sind die Grenzen der Daten zu beachten. Aktuell liegt der Fokus auf US-Aktien; Yahoo Finance liefert je Abruf rund vier Quartale, weshalb die verfügbare Earnings-Historie pro Aktie über die Zeit anwächst und bei neu hinzugefügten Werten zunächst kurz sein kann. Indizes, Futures, Crypto und ETFs haben keine Earnings und werden daher nicht abgedeckt; europäische und asiatische Einzelwerte folgen, sobald eine geeignete Datenquelle angebunden ist. Der Earnings-Kalender ist ein statistisches Werkzeug zur Einordnung, keine Anlageberatung und keine Prognose künftiger Kursreaktionen. Vergangene Earnings-Muster garantieren keine künftigen Ergebnisse — nutze die Auswertung als zusätzlichen Kontext zu deiner eigenen Recherche.
Häufige Fragen
Was zeigt der Earnings-Kalender von SeasonAlpha? Der Earnings-Kalender listet die Quartalsbericht-Termine (Report-Dates) einer Aktie auf und untersucht, wie sich Kurs und Volatilität typischerweise rund um diese Termine verhalten. Für jeden Termin werden, soweit von der Datenquelle geliefert, das berichtete Ergebnis je Aktie (EPS actual), die Analystenschätzung (EPS estimate) und die prozentuale Überraschung angezeigt. Daraus entstehen Kennzahlen wie der durchschnittliche absolute Earnings-Move sowie die realisierte Volatilität vor und nach dem Termin.
Woher stammen die Earnings-Termine und welche Aktien werden abgedeckt? Die Earnings-Termine und EPS-Daten stammen aus historischen Quartalsergebnissen von Yahoo Finance, die Kursdaten aus der SeasonAlpha-Datenbank. Aktuell sind vor allem US-Aktien abgedeckt. Yahoo liefert je Abruf rund vier Quartale, sodass die Historie pro Aktie über die Zeit anwächst. Indizes, Futures, Crypto und ETFs haben keine Earnings; europäische und asiatische Werte folgen, sobald eine geeignete Datenquelle angebunden ist.
Warum steigt die Volatilität rund um Earnings-Termine? Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen besteht Unsicherheit über das Ergebnis, was die Schwankungsbreite des Kurses erhöht. Nach der Bekanntgabe löst sich diese Unsicherheit auf und die realisierte Volatilität fällt häufig wieder ab, ein als Vola-Crush bekanntes Muster. Der Earnings-Kalender macht diesen typischen Anstieg vor und Rückgang nach dem Termin sichtbar. Es handelt sich um eine deskriptive Auswertung historischer Daten, nicht um eine Prognose.