Feiertags-EffektSPY

Rendite rund um Börsenfeiertage — Exchange-spezifisch (NYSE/XETRA/LSE)

Methodik

Datengrundlage

  • Exchange-Erkennung: Automatisch per Ticker (NYSE, XETRA, LSE, Crypto/FX=keine)
  • Feiertage: Dynamisch berechnet via holidays.js (Gauss-Ostern, variable Feiertage)
  • Preisdaten: Supabase (Yahoo Finance), täglich aktualisiert

NYSE-Feiertage (10)

  • New Year, MLK Day, Presidents Day, Good Friday, Memorial Day, Juneteenth, Independence Day, Labor Day, Thanksgiving, Christmas

XETRA-Feiertage (10)

  • Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, Heiligabend, 1.+2. Weihnachtstag, Silvester

LSE-Feiertage (8)

  • New Year, Good Friday, Easter Monday, Early May BH, Spring BH, Summer BH, Christmas, Boxing Day

Berechnung

  • t0: Erster Handelstag am/nach dem Feiertag
  • Basis: Close bei t−N = 0% (Normierung)
  • Fenster: t−N bis t+N Handelstage
  • Backtest: Siehe „Plain Vanilla Strategien” → UHTS (Kaeppel System)
Feiertags-Effekte verstehen — Pre- & Post-Holiday-Renditen lesen

Das Tool Feiertags-Effekt von SeasonAlpha untersucht, wie sich Kurse rund um Börsenfeiertage historisch verhalten haben. Im Zentrum stehen zwei bekannte saisonale Muster: der Pre-Holiday-Effekt — die Tendenz zu überdurchschnittlichen Renditen an den letzten Handelstagen vor einer Börsenschließung — und der Post-Holiday-Effekt, also das typische Kursverhalten an den ersten Handelstagen nach dem Feiertag. Für jeden Ticker erkennt das Tool automatisch den richtigen Handelsplatz (NYSE, XETRA oder LSE) und wertet alle Feiertage dieser Börse über den gewählten Zeitraum aus. Du siehst die durchschnittliche Renditekurve, ein Ranking der einzelnen Feiertage, eine Heatmap nach Monat sowie einen Signifikanztest.

Die Renditekurve liest du entlang einer Zeitachse, die am Feiertag ausgerichtet ist: Positionen wie t−3, t−2 und t−1 stehen für die Handelstage vor der Schließung, t0 markiert den ersten Handelstag am oder nach dem Feiertag, t+1 bis t+3 die Tage danach. Ein ansteigender Verlauf vor t0 deutet auf einen positiven Pre-Holiday-Effekt hin, eine Bewegung nach t0 auf den Post-Holiday-Effekt. Im Ranking erkennst du, welche Feiertage im Schnitt die stärkste oder schwächste Rendite brachten; ergänzend zeigen Win-Rate (Anteil positiver Fenster), Standardabweichung und die Anzahl der Events (n), wie verlässlich ein Muster über die Jahre war. Je höher n und je enger die Streuung, desto belastbarer das Bild.

Methodisch zählt das Tool konsequent in Handelstagen statt Kalendertagen: Das Event-Fenster umspannt N Börsentage vor und nach dem Feiertag, Wochenenden und weitere Schließungen werden korrekt übersprungen. Die Feiertage werden dynamisch berechnet (Gauss-Algorithmus für das bewegliche Osterdatum, feste und variable Feiertage je Börse) — entscheidend ist dabei: der Kalender folgt dem Handelsplatz, nicht dem Heimatland. So schließt die NYSE an Thanksgiving und Juneteenth, XETRA hingegen an Ostermontag und Heiligabend, die LSE an ihren Bank Holidays. Jedes Event wird auf den Fensterbeginn normalisiert (Close bei t−N = 0 Prozent), sodass sich Feiertage aus unterschiedlichen Jahren und mit verschiedenen Kursniveaus fair mitteln lassen. Die Kurse stammen aus täglich aktualisierten Daten (Yahoo Finance via Supabase).

Der Feiertags-Effekt ist ein statistisches Analyse-Werkzeug zur Einordnung, keine Anlageberatung und keine Renditezusage. Historische Muster — auch gut dokumentierte wie der Pre-Holiday-Effekt — können sich abschwächen, verschwinden oder umkehren; sie garantieren keine künftigen Ergebnisse. Bei seltenen Feiertagen oder kurzen Zeiträumen ist die Stichprobe (n) klein, einzelne Ausreißerjahre können den Durchschnitt dann stark verzerren. Der Signifikanztest hilft einzuschätzen, ob ein beobachteter Effekt statistisch von Null verschieden ist oder eher Zufall sein dürfte. Nutze die Auswertung als zusätzlichen Kontext für eigene Recherche, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.

Häufige Fragen

Was ist der Pre-Holiday-Effekt? Als Pre-Holiday-Effekt bezeichnet man das Phänomen, dass Aktienmärkte an den letzten Handelstagen vor einem Börsenfeiertag historisch häufig eine überdurchschnittliche Rendite gezeigt haben. Das Tool misst diesen Effekt deskriptiv, indem es die normalisierten Renditen im Fenster vor jedem Feiertag über viele Jahre mittelt. Es ist ein statistisches Muster der Vergangenheit, keine Garantie für die Zukunft.

Warum sind die Feiertags-Effekte je nach Börse unterschiedlich? Jede Börse hat ihren eigenen Feiertagskalender. Die NYSE schließt zum Beispiel an Thanksgiving und Independence Day, XETRA dagegen an Ostermontag und Heiligabend, die LSE an Bank Holidays. Das Tool erkennt den Handelsplatz automatisch am Ticker-Suffix und nutzt den passenden Kalender. Dieselbe Aktie kann an verschiedenen Börsen daher unterschiedliche Feiertags-Effekte zeigen.

Rechnet das Tool mit Kalendertagen oder Handelstagen? Ausschließlich mit Handelstagen. Das Fenster vor und nach einem Feiertag wird in Börsentagen gezählt, nicht in Kalendertagen. So fällt der erste Handelstag nach dem Feiertag auf t0, unabhängig davon, ob davor ein Wochenende oder weitere Schließungen lagen. Die Renditen werden auf den Fensterbeginn normalisiert (Start = 0 Prozent), um Events verschiedener Jahre vergleichbar zu machen.