Intermarket Shocks
Wenn Asset A um X% fällt/steigt — wie performt Asset B danach?
Methodik
Datengrundlage
- Datenquelle: Supabase (Yahoo Finance + Stooq), 263 Basiswerte
- Aktualisierung: Täglich via Nightly Refresh
- Zeitraum: Wählbar 1–50 Jahre
Shock-Definition
- Shock-Event: Ein Tag, an dem der Trigger-Asset (A) eine Tagesrendite ≥ Schwellenwert aufweist
- Kurseinbruch: Filtert nur negative Renditen ≤ −X%
- Kurssprung: Filtert nur positive Renditen ≥ +X%
- Beides: Filtert absolute Renditen ≥ |X%|
Horizonte
- T=0: Tagesrendite des Ziel-Assets am Tag des Shock-Events (gleichzeitige Reaktion)
- 1T–60T: Kumulative Rendite des Ziel-Assets (B) nach N Handelstagen (Close-to-Close ab Shock-Tag)
- Win-Rate: Anteil der Events mit positiver Rendite im Ziel-Asset
Visualisierungen
- Heatmap (Schwelle × Horizont): Durchschnittsrendite für verschiedene Schwellenwerte (2%, 3%, 5%, 7%, 10%) × alle Horizonte
- Scatter + Regression: Jeder Punkt = ein Shock-Event. Gestrichelte Linie = lineare Regression mit R². Zeigt ob stärkere Shocks zu stärkeren Reaktionen führen. Extreme Ausreißer (IQR-Filter) werden ausgeblendet.
- Saisonaler Breakdown: Heatmap Monat × Horizont — in welchen Monaten treffen Shocks am härtesten?
Intermarket-Shocks verstehen — Schock-Reaktionen, Methodik & Grenzen
Die Intermarket-Shock-Analyse von SeasonAlpha untersucht, wie ein Ziel-Asset auf plötzliche, extreme Bewegungen eines Trigger-Assets reagiert. Märkte hängen zusammen: Ein scharfer Sprung im Ölpreis, ein Einbruch beim Dollar oder ein Volatilitäts-Spike im VIX bleibt selten ohne Folgen für Aktien, Anleihen oder Gold. Das Werkzeug macht diese Intermarket-Beziehungen rund um Schock-Ereignisse messbar: Du wählst ein Auslöser-Paar (etwa Rohöl als Trigger und den DAX als Ziel), und das Tool durchsucht die gesamte Kurshistorie nach Tagen, an denen der Trigger außergewöhnlich stark gefallen oder gestiegen ist. Anschließend zeigt es in Scatter-Plot, Balkendiagramm, Heatmap und saisonalem Breakdown, wie sich das Ziel-Asset danach typischerweise verhalten hat.
Die Schock-Reaktion liest du über mehrere Zeit-Horizonte ab. T=0 ist die gleichzeitige Tagesrendite des Ziel-Assets am Schock-Tag selbst — also die unmittelbare Ansteckung. Die Horizonte 1, 5, 10, 20 und 60 Handelstage zeigen die kumulative Rendite danach: Hat sich das Ziel-Asset erholt, ist es weiter gefallen oder seitwärts gelaufen? Grüne Werte stehen für durchschnittlich positive, rote für negative Reaktionen. Ergänzend nennt die Tabelle Median, Standardabweichung, Maximum, Minimum und die Win-Rate (Anteil der Events mit positiver Rendite). Der Scatter-Plot mit Regressionsgerade und R² verrät zusätzlich, ob stärkere Schocks auch stärkere Reaktionen auslösen.
Die Methodik ist bewusst transparent. Ein Schock-Event ist ein einzelner Handelstag, an dem die Tagesrendite des Trigger-Assets den frei wählbaren Schwellenwert erreicht — wahlweise als Kurseinbruch (≤ −X %), Kurssprung (≥ +X %) oder beides (|X| %). Vom Event-Tag aus misst das Tool dann die Reaktion des Ziel-Assets über die gewählten Horizonte (Close-to-Close). Renditen werden normalisiert in Prozent berechnet, nicht als absolute Punkt-Differenzen, sodass Assets unterschiedlicher Preisniveaus vergleichbar bleiben. Im Scatter-Plot filtert ein IQR-Verfahren extreme Ausreißer aus, damit die Regression nicht von Einzelfällen verzerrt wird. Alle Daten stammen aus täglich aktualisierten Kurs-Zeitreihen; Zeitfenster, Schwelle, Richtung und Horizonte konfigurierst du in der Sidebar.
Bei der Einordnung gilt: Die Intermarket-Shock-Analyse ist ein deskriptives, rückwärtsgerichtetes Werkzeug und keine Anlageberatung oder Prognose. Sie beschreibt, wie ein Ziel-Asset in der Vergangenheit auf Schocks reagiert hat — nicht, wie es künftig reagieren wird. Die Aussagekraft hängt stark von der Zahl der gefundenen Events ab: Ein hoher Schwellenwert liefert wenige, aber markante Schocks, ein niedriger viele, aber mildere. Bei kleiner Stichprobe sind Durchschnitt und Win-Rate mit Vorsicht zu interpretieren. Zusammenhänge können sich im Zeitverlauf ändern, und Korrelation ist keine Kausalität. Nutze die Ergebnisse als zusätzlichen Kontext zu deiner eigenen Recherche, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
Häufige Fragen
Was ist ein Markt-Schock in der Intermarket-Analyse? Ein Schock ist ein einzelner Handelstag, an dem das gewählte Trigger-Asset eine außergewöhnlich große Tagesrendite aufweist — abhängig von der Einstellung ein Kurseinbruch (z. B. ≤ −5 %), ein Kurssprung (≥ +5 %) oder beides. Schwellenwert und Richtung legst du selbst fest. Jeder solche Tag wird als Schock-Event markiert und seine Auswirkung auf das Ziel-Asset gemessen.
Wie liest man die Schock-Reaktion des Ziel-Assets? Die Reaktion wird über mehrere Horizonte gezeigt: T=0 ist die gleichzeitige Tagesrendite des Ziel-Assets am Schock-Tag, danach folgen kumulative Renditen nach 1, 5, 10, 20 und 60 Handelstagen. Positive Durchschnittswerte (grün) bedeuten, dass das Ziel-Asset nach solchen Schocks im Mittel gestiegen ist, negative (rot), dass es gefallen ist. Die Win-Rate gibt zusätzlich den Anteil der Events mit positiver Rendite an.
Sagt die Intermarket-Shock-Analyse künftige Kurse voraus? Nein. Das Werkzeug ist eine deskriptive, rückwärtsgerichtete Auswertung historischer Schock-Events und keine Anlageberatung oder Prognose. Es zeigt, wie ein Ziel-Asset in der Vergangenheit auf extreme Bewegungen eines Trigger-Assets reagiert hat. Vergangene Muster garantieren keine künftigen Ergebnisse, und die Aussagekraft hängt stark von der Zahl der gefundenen Events ab.