IV-Surface — Volatilität je Laufzeit & Moneyness

Wie der Markt Optionen über Laufzeit und Ausübungspreis bepreist — die implizite Volatilität als Heatmap über Laufzeit (DTE) und Moneyness (Strike/Spot) je Ticker. So werden Contango/Backwardation und der Put-/Call-Skew in einem Bild sichtbar. Voll-Optionskette, täglich.

Wichtig: Rückwärtsgewandter Options-Kontext aus der aktuellen Optionskette. Eine hohe oder niedrige implizite Volatilität sagt nichts über die künftige Kursrichtung. Kein Kauf-/Verkaufssignal, keine Anlageberatung.
Ticker:

Quelle: US-Voll-Optionskette (Greeks/IV je Kontrakt) · ATM ↑/↓ Skew entlang der Moneyness, Contango/Backwardation entlang der Laufzeit. IV je Moneyness-Punkt aus den Strikes interpoliert (OTM-Seite). Täglich. Kein Handelssignal.

So liest man die Surface

Waagerecht (Laufzeit): wird die ATM-Spalte (Moneyness 100%) nach rechts wärmer, herrscht Contango (ruhiger Markt, lange Optionen teurer). Wird sie nach links wärmer, Backwardation (akuter Stress). Senkrecht (Moneyness): ist der untere Rand (85%, Puts) wärmer als der obere (115%, Calls), zahlt der Markt einen Aufschlag für Absicherung nach unten — der klassische Put-Skew bei Aktienindizes.

Häufige Fragen

Was ist eine IV-Surface?

Die Implied-Volatility-Surface (IV-Surface) ist eine dreidimensionale Landkarte der impliziten Volatilität eines Basiswerts. Auf der einen Achse liegt die Restlaufzeit der Optionen (in Tagen bis Verfall, DTE), auf der anderen die Moneyness — der Ausübungspreis (Strike) im Verhältnis zum aktuellen Kurs (Spot), also 85 Prozent bis 115 Prozent. Jede Zelle zeigt, welche implizite Volatilität der Markt für Optionen mit dieser Laufzeit und diesem Strike aufruft. So werden Term-Struktur und Skew in einem Bild sichtbar.

Was zeigen Contango und Skew in der Surface?

Contango bedeutet, dass die implizite Volatilität mit der Laufzeit steigt: kurze Laufzeiten sind billiger als lange — typisch für ruhige Märkte. Von links nach rechts (kurze zu langer Laufzeit) wird die ATM-Spalte dann wärmer. Backwardation ist der umgekehrte Fall (vorne teurer als hinten), oft bei akutem Stress oder einem nahen Event. Der Skew zeigt sich entlang der Moneyness-Achse: Bei Aktienindizes ist die Volatilität am unteren Rand (Puts, 85 Prozent) höher als am oberen (Calls, 115 Prozent) — der Markt bezahlt einen Aufschlag für Absicherung nach unten (Put-Skew).

Wie wird die IV-Surface berechnet?

Wir laden einmal täglich die volle US-Optionskette je Kern-Ticker (Greeks und implizite Volatilität pro Kontrakt). Pro Ziel-Laufzeit wählen wir die nächstliegende Verfallsserie, und pro Moneyness-Punkt interpolieren wir die implizite Volatilität linear über die Strikes — dabei nutzen wir die aus-dem-Geld-Seite (Puts unter dem Spot, Calls darüber), weil diese Kontrakte liquider sind. Das Ergebnis ist eine kompakte, geglättete Surface für rund ein Dutzend liquider Basiswerte.

Ist die IV-Surface ein Handelssignal?

Nein. Diese Seite zeigt rückwärtsgewandten Options-Kontext — den aktuellen Stand von Term-Struktur und Skew, keine Prognose und keine Anlageberatung. Eine hohe oder niedrige implizite Volatilität sagt nichts über die künftige Kursrichtung. Optionen sind Hebelprodukte mit Totalverlustrisiko.