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Event-Window — Marktreaktion um Kriegsbeginn (T=0)

Kumulative Rendite um das Startdatum jedes Krieges. T=0 = erster Handelstag nach Kriegsbeginn. Normalisiert auf 100.

Ø-Rendite nach Krieg — Event-Window
Max Drawdown nach Kriegsbeginn

Maximaler Rückgang vom Höchststand innerhalb des Event-Windows nach T=0.

US-Kriege mit Börseneinfluss
Jahresrenditen — Kriegsjahre markiert
Methodik
Börse in Kriegszeiten verstehen — Marktreaktion, Event-Window & Methodik

Das Kriegszeiten-Tool von SeasonAlpha untersucht, wie sich ein Aktienindex rund um historische Kriegs-, Krisen- und Geopolitik-Ereignisse entwickelt hat. Es beantwortet eine sachliche Frage: Wie verlief der Markt im Durchschnitt vor, während und nach solchen Ereignissen? Dafür legt das Tool ein Event-Window um den Beginn jedes Konflikts und stellt den normierten Kursverlauf dar — von den Weltkriegen über Korea, Vietnam, den Golf- und Irakkrieg bis zu laufenden Konflikten wie dem Ukraine-Krieg. Zusätzlich vergleicht es Kriegsjahre mit Friedensjahren und markiert betroffene Jahre in den Jahresrenditen. So siehst du auf einen Blick, welches Muster ein Index historisch um geopolitische Schocks gezeigt hat.

Den Ereignis-Verlauf liest du entlang der Zeitachse des Event-Windows: Der Punkt T=0 markiert den ersten Handelstag am oder nach Konfliktbeginn, links davon liegen die Handelstage des Vorlaufs (T-1, T-2, …), rechts der Nachlauf (T+1, T+2, …). Die Kurve startet bei T=0 mit dem Wert 100; jeder Wert darüber bedeutet eine durchschnittliche Erholung, jeder Wert darunter einen Rückgang gegenüber dem Ereignistag. Mehrere Konflikte lassen sich übereinanderlegen, um Gemeinsamkeiten und Ausreißer zu erkennen. Ergänzend zeigen Balkendiagramme die Ø-Rendite je Konflikt sowie den maximalen Drawdown — den tiefsten Rückgang vom Zwischenhoch innerhalb des Fensters nach T=0.

Methodisch arbeitet das Tool mit normalisierten Renditen: Jedes Jahr und jedes Event-Window beginnt rechnerisch bei 100, darauf kumulieren die täglichen Renditen. Bewusst werden nicht absolute Preisänderungen verglichen, sondern prozentuale Verläufe — nur so sind Konflikte aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Kursniveaus überhaupt vergleichbar. Das Event-Window umfasst standardmäßig bis zu 250 Handelstage vor und nach T=0 und ist in der Seitenleiste einstellbar. Für laufende Konflikte endet die Kurve am letzten verfügbaren Handelstag. Aus den Gruppen „Kriegsjahre“ und „Friedensjahre“ berechnet das Tool zudem Ø-Rendite und Win-Rate (Anteil positiver Jahre). Alle Werte stammen ausschließlich aus echten historischen Kursdaten des gewählten Tickers.

Das Kriegszeiten-Tool ist ein statistisches Werkzeug zur historischen Einordnung, keine Anlageberatung und keine Prognose. Geopolitische Ereignisse betrachtet es rein sachlich und neutral als Zeitmarken — es bewertet keine Konfliktparteien und trifft keine Aussage über künftige Kurse. Jeder Krieg hat eigene wirtschaftliche, politische und marktstrukturelle Rahmenbedingungen; ein durchschnittliches Muster der Vergangenheit lässt sich nicht auf den nächsten Konflikt übertragen. Die Stichprobe ist klein, einzelne Ausreißer können den Durchschnitt stark prägen. Nutze die Auswertung als Kontext für deine eigene Recherche, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Vergangene Verläufe garantieren keine künftigen Ergebnisse.

Häufige Fragen

Kann das Tool vorhersagen, wie die Börse auf einen Krieg reagiert? Nein. Das Kriegszeiten-Tool ist deskriptiv und blickt ausschließlich zurück. Es zeigt, wie sich ein Index im Durchschnitt rund um historische Kriegs- und Krisenereignisse entwickelt hat — nicht, wie er künftig reagieren wird. Jeder Konflikt hat eigene wirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen, deshalb ist keine Prognose ableitbar.

Was bedeutet der Zeitpunkt T=0 im Event-Window? T=0 ist der erste Handelstag am oder nach dem definierten Startdatum eines Konflikts. Davor liegen die Handelstage T-1, T-2 und so weiter (Vorlauf), danach T+1, T+2 und so weiter (Nachlauf). Die Kurve wird am Punkt T=0 auf 100 normiert, sodass jeder Konflikt unabhängig vom absoluten Kursniveau vergleichbar ist.

Welche Daten nutzt das Kriegszeiten-Tool? Das Tool verwendet ausschließlich historische Kursdaten des gewählten Index oder Tickers. Jedes Jahr und jedes Event-Window wird auf 100 normiert, anschließend werden Durchschnittskurven, Jahresrenditen, Win-Rate und maximaler Drawdown berechnet. Es fließen keine Nachrichten, Fundamentaldaten oder externen Prognosen ein.