Monatszyklus — ^GSPC
Intra-Monat-Saisonalität · Wochen · Two-Week · Heatmap
📚 Methodik
Berechnungen
- TDOM (Trading Day of Month) = laufende Nummer des Handelstags innerhalb des Monats (1, 2, 3, ...). Entkoppelt von Kalendertagen — Wochenenden und Feiertage werden übersprungen.
- Intra-Monat-Kurve: kumulierte log-Returns ab letztem Handelstag des Vormonats (TDOM 0 = 0%). Pro Jahr eine Kurve, dann gemittelt.
- Solid/Weak Split: TDOMs mit n<10 Beobachtungen werden als gestrichelte rote Linie markiert (statistisch unsicher).
- Detrend-Indikator: Linearer Trend wird subtrahiert, Skalierung auf 0–100, Midline=50. Über 50 = saisonal stark, unter 50 = saisonal schwach.
- Two-Week Split: Monat in zwei Hälften geteilt nach gewähltem TDOM (Slider 5–15). 1st = TDOM 1..X, 2nd = TDOM X+1..Ende.
- Saisonal Match: Pearson-Korrelation + DTW (Dynamic Time Warping) + t-Test zwischen aktuellem Monatsverlauf und historischem Ø.
- Präsidentenzyklus: Wahljahr / Nachwahljahr / Zwischenwahljahr / Vorwahljahr nach Formel
((year-2020)%4+4)%4+1. - Momentum-Check: bedingte Wahrscheinlichkeit dass die zweite Hälfte das Vorzeichen der ersten fortsetzt.
Monatszyklus verstehen — TDOM-Saisonalität, Turn-of-Month & Methodik
Der Monatszyklus von SeasonAlpha zeigt die Intra-Monat-Saisonalität eines Marktes: Welche Handelstage des Monats historisch besonders stark oder schwach waren. Gemessen wird dies über den TDOM (Trading Day of Month) — die laufende Nummer eines Handelstags innerhalb des Monats. TDOM 1 ist der erste Handelstag, TDOM 2 der zweite und so weiter; Wochenenden und Börsenfeiertage werden übersprungen. Statt zu fragen „Wie läuft der Juli?“, beantwortet der Monatszyklus die feinere Frage: „Wie verläuft ein typischer Monat von innen — vom ersten bis zum letzten Handelstag?“ Ein klassisches Muster ist der Turn-of-Month-Effekt, also auffällige Renditen rund um den Monatswechsel.
Der zentrale Intra-Monat-Verlauf mittelt für jeden TDOM die kumulierte Entwicklung über alle ausgewählten Jahre. Steigt die Kurve über einen TDOM-Bereich an, war diese Phase des Monats historisch typisch stark; fällt sie, war sie typisch schwach. Häufig liegen die kräftigsten Tage am Monatsanfang und am Monatsende (Turn-of-Month), während die Monatsmitte schwächer ausfällt — das Ausmaß unterscheidet sich aber stark je Markt und Zeitraum. Ergänzend zerlegt SeasonAlpha den Monat in Wochen und zwei Hälften (Two-Week-Split) und zeigt eine Mehrjahres-Heatmap, mit der du erkennst, ob ein Muster über die Jahre konsistent auftrat oder nur auf wenigen Ausreißerjahren beruht.
Methodisch arbeitet der Monatszyklus mit normalisierten Renditen: Pro Jahr wird der Monatsverlauf aus täglichen Log-Renditen ab dem letzten Handelstag des Vormonats (TDOM 0 = 0 %) kumuliert und anschließend über alle Jahre gemittelt — nicht die absolute Preisänderung. Entscheidend ist, dass der TDOM börsenspezifisch ist: Jede Börse hat ihren eigenen Feiertagskalender, weshalb XETRA, NYSE oder die LSE am selben Kalendertag unterschiedliche TDOM-Werte haben können. SeasonAlpha leitet den TDOM aus dem Handelsplatz des Tickers ab, nicht aus dem Heimatland. Neben der Durchschnittsrendite je Tag oder Hälfte wird die Win-Rate ausgewiesen (Anteil der Jahre mit positiver Rendite) sowie die Zahl der Beobachtungen (n), damit du die statistische Belastbarkeit einschätzen kannst.
Der Monatszyklus ist ein statistisches Werkzeug zur Einordnung, keine Anlageberatung und keine Prognose. Die dargestellten Muster beschreiben die Vergangenheit — ein historisch starker TDOM-Bereich garantiert keine künftige Wiederholung. Saisonale Effekte können sich abschwächen, verschieben oder durch übergeordnete Markttrends, Nachrichten und Liquidität überlagert werden. Achte besonders auf die Stichprobengröße: Tage mit wenigen Beobachtungen (n) markiert das Tool als statistisch unsicher. Nutze den Monatszyklus als zusätzlichen Kontext zu deiner eigenen Recherche, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Vergangene Saisonalität ist keine Garantie für künftige Ergebnisse.
Häufige Fragen
Was ist der Trading Day of Month (TDOM)? Der TDOM ist die laufende Nummer eines Handelstags innerhalb eines Monats: TDOM 1 ist der erste Handelstag, TDOM 2 der zweite und so weiter. Wochenenden und Börsenfeiertage werden übersprungen, deshalb ist der TDOM von Kalendertagen entkoppelt. Der Monatszyklus untersucht, welche dieser Handelstage historisch besonders stark oder schwach waren.
Was ist der Turn-of-Month-Effekt? Als Turn-of-Month wird das Fenster rund um den Monatswechsel bezeichnet, also die letzten Handelstage eines Monats und die ersten Handelstage des Folgemonats. In vielen Aktienmärkten zeigte dieses Fenster historisch überdurchschnittliche Renditen. Der Monatszyklus macht solche Muster sichtbar, indem er die durchschnittliche Entwicklung je TDOM darstellt.
Ist der TDOM für jede Börse gleich? Nein. Der TDOM ist börsenspezifisch, weil jede Börse einen eigenen Feiertagskalender hat. XETRA handelt zum Beispiel an Tagen, an denen die NYSE geschlossen ist, und umgekehrt. Dadurch kann derselbe Kalendertag an zwei Börsen unterschiedliche TDOM-Werte haben. SeasonAlpha leitet den TDOM aus dem Handelsplatz des jeweiligen Tickers ab, nicht aus dem Heimatland des Unternehmens.