Optionen-Skew Radar
Wie teuer der Markt Absicherung bepreist — 25Δ-Put-IV gegen 25Δ-Call-IV je Ticker, plus ein Vol-Quadrant, der IV-Percentile und Risk-Reversal-Percentile relativ zur eigenen Historie zeigt. Täglich aktualisiert.
Risk-Reversal-Percentile × IV-Percentile, je Ticker relativ zur eigenen Historie · Fadenkreuz = 50%
Liegen Indizes (SPY/QQQ) und die Einzelwerte in verschiedenen Feldern, ist der Markt uneinig: die Indexoptionen preisen etwas anderes als die Einzeltitel. Das ist die klassische Dispersion — und passt zu einer niedrigen impliziten Korrelation in den KPIs oben. Umgekehrt bedeutet ein enger Pulk gleichlaufende Titel und hohe Korrelation. Reine Beschreibung der Optionspreisung, kein Signal.
Der CBOE SKEW-Index misst, wie teuer der Gesamtmarkt Tail-Risk in OTM-S&P-Puts einpreist (höher = mehr Crash-Absicherung), der VIX die erwartete 30-Tage-Schwankung.
Walls = Netto-Gamma-Referenzen, keine garantierten Barrieren. In Klammern die Veränderung zur Vorsession (grün höher, rot tiefer); nach einem Verfallstag verschieben sich Walls oft rein mechanisch, weil Kontrakte auslaufen. Kein Handelssignal.
Häufige Fragen
Was ist der Optionen-Skew?
Der Skew misst, wie unterschiedlich der Markt Puts und Calls bepreist. Wir vergleichen die implizite Volatilität (IV) eines 25-Delta-Puts mit der eines 25-Delta-Calls (jeweils rund 30 Tage Laufzeit). Ist die Put-IV höher, zahlen Anleger einen Aufschlag für Absicherung nach unten (Put-Skew, typisch für Aktienindizes). Ist die Call-IV höher, wird Aufwärtsspekulation teurer bepreist (Call-Skew, oft bei Einzelaktien in Rallyes).
Was zeigt der Vol-Quadrant?
Der Vol-Quadrant verortet jeden Ticker in zwei Dimensionen, jeweils als Percentile relativ zur eigenen Historie des letzten Jahres: auf der Y-Achse das IV-Percentile (wie teuer ist die Vola aktuell im Vergleich zur eigenen Vergangenheit) und auf der X-Achse das Risk-Reversal-Percentile (wie stark sind Calls gegenüber Puts bepreist). Das Fadenkreuz bei 50 Prozent teilt die Fläche in vier Felder, denen jeweils eine typische Options-Struktur zugeordnet ist: oben ist die Vola teuer (Prämie verkaufen), unten billig (kaufen); die Seite folgt dem Skew.
Was ist das IV-Percentile?
Das IV-Percentile gibt an, an wie viel Prozent der Tage des letzten Jahres die implizite Volatilität eines Tickers niedriger war als heute. 80 Prozent heißt: Optionen sind aktuell teurer als an 80 Prozent der Tage. Ist die Historie jünger als ein Jahr, zählen alle vorhandenen Tage, mindestens 20. Wir nutzen das Percentile statt des IV-Rank (Lage zwischen Jahrestief und Jahreshoch), weil ein einzelner Ausreißer den Rank für ein ganzes Jahr verschiebt.
Wie zuverlässig ist der Expected Move?
Der Expected Move ist die rechnerische 1-Sigma-Bewegung bis zum 30-Tage-Verfall, abgeleitet aus der ATM-Volatilität. Ein 1-Sigma-Band soll unter einer Normalverteilung in 68,3 Prozent der Fälle halten — gemessen über den S&P 500 von 1990 bis 2026 hielt es in 84,3 Prozent (95-Prozent-Intervall 82,2 bis 86,3). Das Band ist also systematisch zu weit, weil implizite Volatilität im Mittel über der später realisierten liegt. Praktisch heißt das: die tatsächliche Bewegung bleibt häufiger innerhalb des Bandes, als die Bezeichnung nahelegt. Der Überschuss ist am Geld am größten und schrumpft zu den Rändern — bei 2 Sigma sind es nur noch 3,4 Prozentpunkte.
Ist der Skew ein Handelssignal?
Nein. Diese Seite zeigt rückwärtsgewandten Options-Kontext, keine Prognose und keine Anlageberatung. Die Strategie-Beschriftungen in den Quadranten sind reine Struktur-Beispiele, wie man teure oder billige Vola typischerweise handelt — keine Empfehlung für einen konkreten Trade. Optionen sind Hebelprodukte mit Totalverlustrisiko.