Was bedeutet Saisonalitaet an der Boerse?

Saisonalitaet beschreibt wiederkehrende Muster im Kursverlauf von Aktien, Indizes und anderen Finanzinstrumenten. Diese Muster treten zu bestimmten Zeiten im Jahr auf — nicht zufaellig, sondern statistisch belegbar ueber Jahrzehnte.

Das bekannteste Beispiel: Sell in May and go away. Die Idee, dass die Boerse von November bis April staerker performt als von Mai bis Oktober.

Der saisonale Verlauf des Dow Jones zeigt deutlich: Es gibt Phasen im Jahr, die historisch staerker sind als andere.

Warum gibt es Saisonalitaet?

Mehrere Faktoren treiben saisonale Muster:

Wie liest man saisonale Daten?

Bei SeasonAlpha normalisieren wir jedes Jahr auf einen Startwert von 100. So wird der prozentuale Verlauf ueber alle Jahre vergleichbar — unabhaengig vom absoluten Kursniveau.

Die Monats-Heatmap zeigt auf einen Blick, welche Monate historisch positiv (gruen) oder negativ (rot) waren.

Wichtige Begriffe

Grenzen der Saisonalitaet

Saisonalitaet ist keine Kristallkugel. Vergangene Muster garantieren keine zukuenftigen Ergebnisse. Aber sie liefern einen statistischen Vorteil — einen Edge — den Trader in ihre Entscheidungen einbeziehen koennen.

Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man Saisonalitaet mit anderen Analysemethoden kombiniert, zum Beispiel mit technischen Indikatoren als Filter.