RisikozyklusSPY

Drawdown & Volatilität · Saisonale Risikomuster · Präsidentenzyklus-Risiko

Was zeigt diese Seite?Die Risikoseite des saisonalen Zyklus: Wann im Jahr treten die größten Rücksetzer (Drawdowns) typischerweise auf? Wie hoch ist die Rolling-Volatilität im Jahresverlauf? Und unterscheidet sich das Risikoprofil je nach Präsidentenzyklus-Phase? Sidebar: Stelle Zeitraum und Vola-Fenster ein — alle Sektionen aktualisieren sich automatisch.
Methodik

Drawdown-Analyse

  • Normierung: Jedes Jahr startet bei 100. Tägliche Returns kumulieren: Wert = 100 × exp(Σ log_return)
  • Interpolation: Jede Jahreskurve wird auf 365 Kalendertage interpoliert
  • Definition: DD = (Kurs − Höchstkurs seit Jahresbeginn) / Höchstkurs × 100
  • Ø Drawdown-Verlauf: Pro Jahr DD berechnet, dann gemittelt über alle Jahre
  • KPIs: Ø Max DD, Worst DD, Aktueller DD

Volatilitäts-Analyse

  • Rolling Vola: Annualisierte Std der log-Returns über rollendes Fenster (√252 Annualisierung)
  • Jahresgrenzenübergreifend: Die Rolling-Berechnung konkateniert alle Jahre, damit Januar-Werte korrekt auf Dezember-Vorjahres-Daten zugreifen können
  • Perzentil: “In wie viel % der Jahre war die Vola am gleichen Tag niedriger als heute?”
  • Farbcodierung: Rot > Ø + 1σ (erhöht), Grün < Ø − 1σ (niedrig)

Präsidentenzyklus

  • Mapping: 1 = Post-Election, 2 = Midterm, 3 = Pre-Election, 4 = Election Year
  • Formel: ((year − 1) % 4 + 4) % 4 + 1
  • Pro Zyklusphase: Ø Max DD, bestes und schlechtestes Jahr

Datenquelle

  • Supabase (Yahoo Finance / Stooq)
Risikozyklus verstehen — Drawdown, Volatilität & Präsidentenzyklus

Der Risikozyklus von SeasonAlpha zeigt die Risiko-Seite der Saisonalität: Er beantwortet die Frage, wann im Kalenderjahr ein Wertpapier historisch die tiefsten Rücksetzer und die stärksten Schwankungen aufwies. Während klassische Saisonalitäts-Charts die durchschnittliche Rendite betonen, richtet der Risikozyklus den Blick auf Drawdowns (Rückgänge vom Jahreshoch) und die Rolling-Volatilität. Du wählst in der Seitenleiste einen Ticker (Standard: SPY, der S&P 500), den Zeitraum und das Vola-Fenster — alle Sektionen aktualisieren sich daraufhin automatisch und zeigen, in welchen Monaten das Risiko typischerweise zunimmt und wann es abklingt.

Der saisonale Drawdown-Verlauf ist das Herzstück der Analyse. Jedes Jahr der Historie wird auf einen gemeinsamen Jahresverlauf normiert; daraus berechnet das Tool für jeden Tag den durchschnittlichen Abstand zum bisherigen Jahreshoch. Eine tiefe Delle in der roten Ø-Kurve markiert eine Jahresphase, in der Rücksetzer historisch gehäuft auftraten — bei US-Aktien liegt dies oft in den Spätsommer- und Herbstmonaten. Ergänzend zeigt die saisonale Volatilität, in welchen Wochen die Schwankungsbreite typischerweise steigt. Ein Perzentil-Wert ordnet die aktuelle Vola in die Historie ein: Liegt sie über dem Durchschnitt plus einer Standardabweichung, gilt sie als erhöht (rot), darunter als niedrig (grün).

Methodisch arbeitet der Risikozyklus durchgängig mit normalisierten Renditen: Jedes Jahr startet bei 100, tägliche Log-Renditen kumulieren darauf, und jede Jahreskurve wird auf 365 Kalendertage interpoliert. Der Drawdown ergibt sich als (Kurs − Höchstkurs seit Jahresbeginn) / Höchstkurs × 100 und wird über alle Jahre gemittelt. Die Rolling-Volatilität ist die annualisierte Standardabweichung der Log-Renditen über ein gleitendes Fenster (√252-Annualisierung), jahresgrenzenübergreifend gerechnet, damit Januar-Werte korrekt auf die Dezember-Daten des Vorjahres zugreifen. Die dritte Sektion gruppiert die Jahre nach US-Präsidentenzyklus (Post-Election, Midterm, Pre-Election, Election Year) und zeigt je Phase den Ø-Drawdown sowie das beste und schlechteste Jahr. Alle Daten stammen aus echten Kursreihen (Yahoo Finance / Stooq via Supabase).

Der Risikozyklus ist ein statistisches Werkzeug zur Einordnung, keine Anlageberatung und keine Crash-Prognose. Eine tiefe saisonale Drawdown-Delle bedeutet nicht, dass dieses Jahr ein Rücksetzer kommt — sie zeigt nur, dass solche Phasen in der Vergangenheit gehäuft auftraten. Saisonale Durchschnitte glätten extreme Einzeljahre: Ein einzelnes Krisenjahr kann den Mittelwert prägen, ohne dass sich das Muster wiederholt. Je kürzer die gewählte Historie, desto stärker schlagen einzelne Jahre durch — ein längerer Zeitraum liefert robustere Muster, vermischt aber unterschiedliche Marktphasen. Nutze die Auswertung als zusätzlichen Kontext zu deiner eigenen Recherche. Vergangene Muster garantieren keine künftigen Ergebnisse.

Häufige Fragen

Kann der Risikozyklus einen Drawdown oder Crash vorhersagen? Nein. Der Risikozyklus ist eine deskriptive, statistische Auswertung der Vergangenheit, keine Prognose. Er zeigt, in welchen Phasen des Kalenderjahres ein Ticker historisch im Schnitt die tiefsten Rücksetzer und die höchste Schwankung aufwies. Saisonale Muster wiederholen sich nicht garantiert, und ein einzelnes Jahr kann stark vom Durchschnitt abweichen.

Was ist der Unterschied zwischen Drawdown und Volatilität? Der Drawdown misst den prozentualen Rückgang vom bisherigen Jahreshoch und beschreibt die Tiefe eines Rücksetzers. Die Rolling-Volatilität misst die annualisierte Schwankungsbreite der Tagesrenditen über ein gleitendes Fenster (z. B. 20 Handelstage) und beschreibt die Unruhe des Marktes. Hohe Volatilität geht oft, aber nicht immer mit tiefen Drawdowns einher.

Wie funktioniert der Drawdown nach Präsidentenzyklus? Jedes Jahr wird einer von vier Phasen des US-Präsidentenzyklus zugeordnet: Post-Election, Midterm, Pre-Election und Election Year. Für jede Phase wird der durchschnittliche saisonale Drawdown-Verlauf gemittelt sowie das beste und schlechteste Einzeljahr ausgewiesen. So wird sichtbar, ob bestimmte Zyklusphasen historisch mit höherem oder niedrigerem Rückschlagrisiko verbunden waren.

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